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Neue Ergebnisse im Streit um Höschenwindeln – Unabhängige Institute stellen kein TBT fest

Den Haag, 26.5.2000. Immer mehr Behörden und wissenschaftliche Institute wenden sich gegen die von Greenpeace verbreitete Behauptung, Höschenwindeln seien aufgrund angeblicher TBT-Belastung gesundheitlich bedenklich. In einer Risikobewertung, die von der niederländischen Gesundheits- und Umweltbehörde RIVM (Dutch Royal Institute for Public Health and Environmental Safety) zu Organozinnverbindungen durchgeführt wurde, wurde die Chemikalie Tributylzinn (TBT) in Höschenwindeln dagegen nicht nachgewiesen. Ebenso hat das Limnologische Institut Dr. Nowak für Umweltanalytik verschiedene angeblich belastete Windeln untersucht und keine nachweisbaren Spuren von TBT gefunden.

Selbst wenn die von Greenpeace genannten Analysenergebnisse stimmen würden, dann ist damit noch lange keine Gesundheitsgefährdung erwiesen. Das Forum Hygiene & Umwelt – ein Zusammenschluss von Unternehmen der Papierhygieneindustrie und Umweltberatern – nimmt hierzu wie folgt Stellung: „TBT wird bei der Herstellung von Hygieneerzeugnissen nicht verwendet. Die von Greenpeace angeführten Konzentrationen von TBT liegen im absoluten Spurenbereich und um mehr als das hundertfache unter den vom deutschen BgVV (Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin) für unbedenklich erachteten Gehalten." Jürgen Kundke, Sprecher des BgVV: "Betrachtet man die Menge des Materials und die Kontaktfläche zur Haut, müssen sich Eltern keine Sorgen machen, dass ihr Kind durch die Windeln Schaden nimmt."

Auch der Berufsverband der Ärzte für Kinderheilkunde und Jugendmedizin Deutschlands e.V. sieht keine Gesundheitsgefährdung. Seine Sprecherin, Frau Dr. Kilian-Kornell, betont: "Wir raten nicht davon ab, die von Greenpeace getesteten Windeln zu benutzen, in dieser Konzentration ist TBT keine Gefahr für die Gesundheit von Babys und verursacht keine Vergiftungen." Selbst das sehr kritische Öko-Test-Magazin schreibt in einer Pressemitteilung: "Die Warnungen von Greenpeace vor dem Gift TBT in Babywindeln sind nicht nachvollziehbar."

Nach den vorliegenden Bewertungen gehen von Höschenwindeln keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen aus. Höschenwindeln sind unbedenklich und in der Verwendung sicher. Die Hersteller nehmen ihre Verantwortung für die Sicherheit ihrer Produkte sehr ernst: Nur wenige Produkte sind so strengen Prüfungen und hohen Qualitätskriterien unterworfen wie Höschenwindeln.

Die Organotin Environmental Programme Association (ORTEPA), die sich seit Jahren mit der Erforschung von zinnorganischen Verbindungen – zu denen auch TBT gehört – befasst, schließt sich diesem Expertenurteil an. Die Ergebnisse der Studie des Limnologischen Instituts Dr. Nowak können bei der ORTEPA angefordert werden.

Weitere Infos finden Sie auch auf der ORTEPA Homepage: www.ortepa.org. Anfragen bitte an: Dr. Ulrich Stewen, Vice Chairman, ORTEP Association, Tel. 001 914 593 4045

oder an Dr. Ursula Gerigk, ORTEP Association, Tel. 02307-652487.

 

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