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Keine Gefahr durch Babywindeln
– Kein Grund zur Verunsicherung der Verbraucher

Den Haag, 18.5.00. Die derzeit über die Medien verbreiteten Meldungen, dass bestimmte Babywindeln gefährlich seien, weil in ihnen Spuren von Tributylzinn (TBT) nachgewiesen werden konnten, sind unverantwortlich und haltlos.

Dr. Ulrich Stewen, Vice Chairman der Organotin Environmental Programme Association (ORTEPA), dem Verband der Organozinnhersteller, weist eine Gesundheitsgefährdung entschieden zurück: „Niemand setzt in Deutschland bewusst TBT in Windeln oder Textilien ein. Andere Behauptungen sind unrichtig. Die nachgewiesenen Konzentrationen liegen im Milliardstel-Gramm Bereich und sind minimale Spuren technisch bedingter Verunreinigungen beim Produktionsprozess, die keine Gesundheitsgefährdung für den Menschen darstellen."

Gestützt wird diese Aussage durch staatliche Stellen wie dem Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV), welches in den Untersuchungsergebnissen von Greenpeace keine Gesundheitsgefährdung für Erwachsene oder Babys erkennt. Das BgVV hat erst kürzlich in einer ausführlichen Stellungnahme die Wirkungen von TBT und anderen zinnorganischen Verbindungen in allen möglichen verbrauchernahen Produkten bewertet und eine Gesundheitsgefährdung in praktisch allen Fällen ausgeschlossen. (Die Studie ist auf der Homepage des BgVV unter www.bgvv.de abrufbar.)

Mit zweifelhaften Argumenten wird derzeit über die Medien versucht, alle Organozinnverbindungen in Misskredit zu bringen. Die Methode ist dabei stets die gleiche: Immer neue Produkte werden untersucht und winzigste TBT-Spuren, die häufig hart an der Nachweisgrenze liegen, festgestellt. Was aber verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass ein Nachweis von Spuren einer Substanz noch lange kein Beweis für ein mögliches Wirkpotential ist. Es ist an der Zeit, dass diese Verunsicherung der Öffentlichkeit aufhört und endlich eine sachliche Diskussion zu TBT einsetzt. Auch die ORTEPA ist der Meinung, dass TBT in verbrauchernahen Produkten nichts zu suchen hat. Deshalb verzichten ihre Mitglieder seit Jahren freiwillig auf solche Anwendungen. Ein rigoroses Verbot aller industrieller TBT Anwendungen jedoch ist weder sinnvoll noch ökologisch notwendig.

Weitere Infos finden Sie auf der ORTEPA Homepage: www.ortepa.org oder bei: Dr. Ulrich Stewen, Vice Chairman, ORTEP Association,
Tel. 001 914 593 4045
oder bei Dr. Roland Stangl, ORTEP Association, Tel. 02307 65 2510.

 

 

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